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Plötzlicher Kindstod 
Senken Sie die Risiken

Noch immer sterben n Deutschland jährlich etwa 600 Babys im ersten
Lebensjahr vollkommen unerwartet im Schlaf. Doch mittlerweite kennen Mediziner viele Risiken, die den plötzlichen Kindstod begünstigen

Eltern können vorbeugen.

Wenn ein vermeintlich kerngesundes Baby plötzlich tot in seinem Bettchen liegt, ist das für die Familie ein entsetzlicher Albtraum. Von dem Schicksalsschlag können sich Eltern nur sehr schwer erholen, sind oft langfristig auf psychologische Betreuung und medizinische Hilfe angewiesen.

Plötzlicher Tod gibt Rätsel auf
Nach wie vor gibt der plötzliche Kindstod der sich in aller Regel zwischen der fünften Lebenswoche und dem ersten Geburtstag ereignet Wissenschaftlern in aller Welt Rätsel auf. Warum gesunde Säuglinge plötzlich scheinbar ohne Grund und ohne jede Vorwarnung im Schlaf sterben, weiß die Medizin bis heute nicht. Und dennoch gibt es Erkenntnisse und aktuelle Zahlen, die junge Eltern ein Stück weit beruhigen können.
Die erste gute Nachricht: Seit Anfang der 90er Jahre ist die Anzahl der Todesfälle durch plötzlichen Kindstod auf etwa ein Drittel gesunken. Bundesweit sterben heute circa 0,6 Promille aller Säuglinge daran, vor gut zehn Jahren waren es noch fast zwei von 1.000 Kindern. Massive Aufklärungskampagnen haben dazu beigetragen, dem plötzlichen Kindstod vorzubeugen.

Gute Nachrichten machen Mut
Die zweite gute Nachricht: Auch wenn die Ursachen noch im Dunkeln liegen, so haben Mediziner mittlerweile doch viele Risiken für den plötzlichen Kindstod entdeckt. Erst im letzten Jahr wurde eine durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Studie vorgestellt, an der sich 1 7 Universitäten und zwei regionale Institute beteiligten.
Hohe Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod sind demzufolge: Schlafen in Bauchlage (6-faches Risiko), Schlafen im Bett der Eltern. wenn die Mutter Raucherin ist (6-faches Risiko), Rauchen während der Schwangerschaft (3-faches Risiko) und Nicht-Stillen des Säuglings (2,7-faches Risiko). Neben diesen beeinflussbaren Risikofaktoren gibt es aber leider auch solche, auf die Eltern
kaum Einfluss nehmen können: So sterben unter anderem Frühgeborene oder Babys sehr junger Mütter häufiger an plötzlichem Kindstod,

Mehr Sicherheit fürs Baby
Die dritte gute Nachricht: Aus den Risiken lassen sich Maßnahmen zur Vorbeugung des plötzlichen Kindtodes ableiten.
Experten empfehlen,
• das Baby zum Schlafen auf den Rücken und in einen Schlafsack zu legen — nicht etwa unter ein dickes Federbett;
• den Säugling so zu betten. dass sein Kopf nicht durch Bettzeug oder Kuscheltiere bedeckt werden kann:
• den Nachwuchs vor Überhitzung zu schützen. Schlafsack und Bekleidung müssen der Jahreszeit entsprechen;
• das Kind im eigenen Bettchen schlafen zu lassen. Als sicherster Schlafplatz gilt das Babybett im Schlafzimmer der Eltern;
• in der Schwangerschaft nicht zu rauchen und Babys Umgebung grundsätzlich rauchfrei zu halten;
• nach Möglichkeit sechs Monate lang voll zu stillen.
Gut zu wissen: Wenn Säuglinge ein erhöhtes Risiko für den plötzlichen Kindstod haben, ist es möglich, ihren Schlaf überwachen zu lassen, Darüber sollten betroffene und besorgte Eltern mit ihrem Kinderarzt sprechen. Babys sollten in Rückenlage schlafen.

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